Yoga gegen Insomnia
Manchmal liege ich nachts wach und mein Kopf hört einfach nicht auf zu denken. Gedanken an den nächsten Tag, an Dinge, die ich noch erledigen muss, manchmal auch Sorgen, die im Dunkeln plötzlich viel größer wirken als am Tag. Der Körper ist müde, aber innen läuft alles auf Hochtouren. Vielleicht kennst du das auch.
In der Yogapraxis dürfen wir genau hier ansetzen: beim Zurückkehren ins Spüren. Sanfte Vorbeugen, langes Ausatmen, bewusste Dehnungen – sie erinnern das Nervensystem daran, dass es loslassen darf. Besonders hilfreich sind ruhige Abendeinheiten, zum Beispiel ein paar Minuten im Liegen mit einer Hand auf dem Bauch und einer auf dem Herzen. Einatmen – ankommen. Ausatmen – abgeben, was jetzt nicht dran ist.
Und auch eine frühe Morgenpraxis kann eine unruhige Nacht wunderbar abschütteln: sanfte Bewegungen wecken den Körper sanft, atmen die Restnacht aus und öffnen Raum für einen frischen Start in den Tag. Yoga kann die Einladung sein, nicht alle Gedanken „fertig denken“ zu müssen, sondern sie für heute gut sein zu lassen. So entsteht manchmal ganz leise der Raum, in dem Schlaf wieder möglich wird.