Ein OM zwischen Reiz und Reaktion

Manchmal reicht ein einziger Moment, und der Puls ist oben: eine blöde Mail, ein unbedachtes Wort, zu viele To‑dos auf einmal. Plötzlich ist alles eng – im Kopf, im Bauch, im Brustraum.

Genau da kann Om im Alltag leise seinen Platz finden. Kein großes Ritual, keine perfekte Sitzhaltung. Einfach: kurz stehen bleiben. Einatmen. Und mit der Ausatmung ein Om – vielleicht nur in Gedanken, vielleicht ganz leise, vielleicht hörbar. Das „O“ weit und rund, das „M“ wie ein kleines Summen, das nach innen führt.

Om erinnert mich daran, dass ich mehr bin als dieser eine stressige Moment. Dass der Ärger vorbeizieht, so wie jeder Atemzug. Ich muss nichts wegdrücken, nicht „sofort entspannt“ sein. Aber ich kann mir für ein, zwei Atemzüge Raum geben – zwischen Reiz und Reaktion.

Vielleicht ist es genau das: Om nicht nur auf der Matte, sondern im Supermarkt, im Büro, im Auto an der roten Ampel. Ein stiller Mini‑Reset, der sagt: Ich bin hier. Ich atme. Ich muss nicht alles perfekt im Griff haben. Für jetzt reicht: ein Om.

PS: Danke an meine Arbeitskollegin die mich zu diesem Eintrag inspiriert hat ;-)

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