Yoga – mehr als „nur“ Asanas
Wenn wir „Yoga“ hören, denken viele zuerst an die Matte: Sonnengruß, Krieger, Hund. Die Körperpraxis gehört natürlich dazu – aber sie ist nur ein Teil eines viel größeren Bildes.
Im Yoga Sutra beschreibt Patanjali den achtgliedrigen Pfad. Darin findet sich alles, was Yoga ausmacht:
ein achtsamer Umgang mit anderen und mit uns selbst (Yamas & Niyamas),
die Körperhaltungen (Asanas),
der Atem (Pranayama),
der liebevolle Rückzug von äußeren Reizen (Pratyahara),
Konzentration und Meditation (Dharana & Dhyana)
und als Krönung ein Gefühl von tiefer Verbundenheit (Samadhi).
Für mich steckt darin eine schöne Einladung: Yoga beginnt nicht erst, wenn ich perfekt im Krieger stehe – und es hört dort auch nicht auf. Es zeigt sich, wenn ich bewusst atme, bevor ich reagiere. Wenn ich freundlich mit mir bin, obwohl nicht alles „läuft“. Wenn ich mir im Alltag kleine Momente der Stille gönne.
Die Matte ist ein wunderbarer Ort, um all das zu üben. Aber das eigentliche Yoga passiert dann, wenn wir die Erfahrungen von dort mit hinaus in unseren Tag nehmen.