Yoga begleitet mich seit meinem Studium. Anfangs fand ich es einfach toll, gelenkig und stark zu werden. Ich habe mich über Fortschritte gefreut: ein Stück tiefer in die Vorbeuge, länger im Gleichgewicht.
Mit den Jahren hat sich meine Praxis verändert. Als es mir schlecht ging, hat mir nicht mehr Leistung geholfen, sondern das Gegenteil: langsam werden, atmen, innehalten.
Heute ist mein Yoga ruhiger, und ich unterrichte es auch so. Ich bin überzeugt, dass Yoga kein Leistungssport ist, sondern ein Weg zur inneren Ruhe. Dafür braucht es keine perfekte Haltung und keine besondere Beweglichkeit.
Das Schöne daran ist: Wer Yoga so sieht, kann sofort anfangen. Mit fünf Minuten, mit einer Decke und einem Kissen, auf dem Sofa oder neben dem Bett.
Wenn du früher Sport gemacht hast und das Gefühl hast, du müsstest dich auch beim Entspannen anstrengen: Genau da darfst du loslassen.
Wie hat sich deine Beziehung zu Bewegung und Ruhe über die Jahre verändert?