Als ich mit der Yogalehrerausbildung angefangen habe, dachte ich, ich lerne vor allem Haltungen: wie man sie aufbaut, wie man sie erklärt, wie man sie anpasst.
Das habe ich auch gelernt. Aber was mich verändert hat, war etwas anderes.
Es war der Atem. Ich habe gemerkt, dass ich meinen Atem als Werkzeug nutzen kann, wenn es in mir hektisch wird. Es war die Philosophie, die mir neue Fragen gestellt hat: Was brauche ich eigentlich? Was ist wirklich wichtig? Und es waren die Mudras, kleine Handhaltungen, die mich beim Meditieren und Ankommen unterstützt haben.
Während der Ausbildung habe ich gemerkt, wie ich langsam ruhiger wurde. Ich habe nicht mehr bei jeder Kleinigkeit die Nerven verloren oder bin in Panik geraten. Vieles wurde klarer.
Das hat mich überrascht, denn ich hatte Yoga lange vor allem als Bewegung gesehen. Dabei liegt die Ruhe, die ich gesucht habe, in all dem anderen.
Wenn du dich bisher nicht für Yoga interessiert hast, weil du dich nicht beweglich genug fühlst: Du musst nichts können. Atmen kannst du schon.
Was ist für dich das Wichtigste an Yoga, die Bewegung oder die Ruhe?