Zwischen Vertrauen und Unsicherheit – mein Weg zur Yogalehrerin
In den letzten Wochen habe ich mich nicht nur wegen meiner Ausbildung intensiv mit Yoga beschäftigt. Ich bin tiefer eingetaucht als je zuvor – und es hat mir unglaublich viel Freude gemacht. So vieles war vertraut, gleichzeitig habe ich ständig Neues entdeckt: über meinen Körper, über Atmung, über Ruhe und Bewegung – und auch über mich selbst.
Jetzt steht meine praktische Prüfung bevor, und plötzlich fühlt es sich an, als wäre all das Wissen und die Begeisterung in mir eingefroren. Ich habe noch nie eine Yogastunde angeleitet. Wie wird sich meine Stimme anhören? Wird sie angenehm sein? Können die Teilnehmer mir gut folgen? Mache ich alles „richtig“? Und wie ist das mit der Zeit – verliere ich das Gefühl dafür?
So viele Fragen, so viel Unsicherheit. Ich merke, wie mich das manchmal lähmt. Also bleibe ich stehen, atme tief durch und erinnere mich an das, was Yoga mich gelehrt hat: Schritt für Schritt. Einatmen. Ausatmen. Einen Moment nach dem anderen annehmen.
Vielleicht ist genau das auch Teil der Ausbildung – nicht nur die Asanas, sondern das Vertrauen in den eigenen Weg zu üben.