„Keine Zeit, kein Geld, ich muss auf mein Kind schauen": Ausreden oder Alltag?

Diese drei Sätze habe ich jahrelang gesagt. Wenn ich etwas für mich tun wollte, kamen sie wie von selbst: keine Zeit, kein Geld, ich muss auf mein Kind schauen.

Ich habe sie als Ausreden betrachtet und mich dafür geschämt. Heute sehe ich es anders. Es waren keine Ausreden. Es war mein Alltag. Ein voller Terminkalender, ein Job mit Verantwortung, ein Kind, das mich braucht, und ein Haushalt, der nicht von allein läuft.

Das Problem war nicht, dass ich zu wenig wollte. Das Problem war, dass ich die Latte so hoch gelegt hatte: Erst wenn alles erledigt ist, darf ich etwas für mich tun. Aber erledigt ist es nie.

Was mir geholfen hat, war ein Perspektivwechsel. Ich habe nicht gefragt: „Wann habe ich endlich Zeit?" Ich habe gefragt: „Was geht in meinem Alltag, so wie er ist?"

Für mich war die Antwort eine Ausbildung, die online stattfindet und zu meinem Leben passt, ohne mich noch mehr zu stressen. Für dich kann es etwas viel Kleineres sein: fünf Minuten Atem am Abend, ein Spaziergang ohne Handy, eine Pause ohne schlechtes Gewissen.

Du musst deinen Alltag nicht auf den Kopf stellen, um Ruhe zu finden. Du darfst sie mitten hineinholen.

Welcher Satz hält dich gerade davon ab, etwas für dich zu tun? Schreib ihn mir gern.

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Die Welt geht nicht unter, wenn ich Nein sage

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Warum ich nach Jahren der Erschöpfung Yogalehrerin geworden bin